Erläuterungen zu Fachausdrücken für den mechanischen Bereich

 

Schaltabstand

Der Schaltabstand ist der Abstand, bei dem eine sich der aktiven Fläche des Näherungsschalters nähernde Messplatte einen Signalwechsel hervorruft.

 

Messmethode nach DIN 50010
(gültig nur für induktive Näherungsschalter)

Die Messplatte muss aus Stahl Fe 37 bestehen, eine quadratische Form haben und 1 mm dick sein. Die Kantenlänge m der Messplatte muss dem Durchmesser der aktiven Fläche des Prüflings entsprechen, bzw. 3xs, wenn dieser Wert größer ist als der Durchmesser der Fläche.

 

Schaltabstand

Der Schaltabstand ist der Abstand, bei dem eine sich der aktiven Fläche des Näherungsschalters nähernde Meßplatte einen Signalwechsel hervorruft (Fig. 9).

 

Korrekturfaktor

Wird bei induktiven Näherungsschaltern als Bedämpfungsmaterial Buntmetall verwendet, so sind folgende Korrekturfaktoren zu beachten:

Messing S x 0,5
Aluminium S x 0,45
Kupfer S x 0,4
Chrom-Nickel S x 0,9
V2A S x 0,85

Bei capazitiven Näherungsschaltern ist der Arbeitsabstand einstellbar und abhängig vom angenäherten Material (Fig. 10).

Bei optoelektronischen Näherungsschaltern ist der Schaltabstand teilweise einstellbar und hängt vom Reflexionsvermögen des zu erfassenden Materials ab.

Styropor, weiß ca. 1
Metall, glänzend ca. 1,2 - 2
Alu, schwar elox. ca. 1,1 - 1,8
PVC, grau ca. 0,5 - 0,7
Holz, roh ca. 0,4 - 0,7
Karton, schwarz matt ca. 0,1 - 0,2

 

Arbeitsabstand Sa

Der Arbeitsabstand liegt zwischen 0 und 81% des Nennschaltabstandes (Sn) 0 ≤ Sa ≤ 0,9 x 0,9 x Sn 

 

Reproduzierbarkeit R

Hierunter versteht man die Wiederholgenauigkeit des Nutzschaltabstandes S bei zwei aufeinander folgenden Schaltungen innerhalb einer Dauer von 8 h bei einer Gehäusetemperatur zwischen 15°C und 30°C und einer Betriebsspannung, die maximal ± 5% von der Nennspannung Un abweichen darf, gemessen.

 

Schalthysterese H

Die Schalthysterese ist die Differenz zwischen dem Einschaltpunkt bei Annäherung der Messplatte und dem Ausschaltpunkt bei Entfernung der Messplatte vom Näherungsschalter. Gemessen wird bei Nennspannung und Nennumgebungstemperatur nach DIN 50010. Der Wert wird in Prozent angegeben.

 

Einschaltdauer ED

Die Einschaltdauer sagt aus, wie lange ein Bauteil betrieben werden darf, ohne Schaden zu nehmen. Bei sämtlichen Näherungsschaltern beträgt die Einschaltdauer 100%.

 

Schaltfrequenz für induktive und capazitive Näherungsschalter

Die Schaltfrequenz gibt die maximal zulässigen Impulse pro Sekunde bei einem konstanten Verhältnis von Impuls : Pause (1 : 2) und halbem Nennschaltabstand an. schaltern gibt, wird diese als theoretischer Wert ermittelt und als minimale Be- und Entdämpfungszeit in den technischen Daten angegeben. Diese Werte sind für den Anwender aussagekräftiger als die Schaltfrequenz, da die Sendefrequenz in der Regel ein anderes Tastverhältnis als 1:1 aufweist.

 

Temperaturbereich und Temperaturgang

Der Temperaturbereich sagt aus, bei welcher Umgebungstemperatur die Näherungsschalter betrieben werden dürfen.

Der Temperaturgang gibt die Verschiebung des Nutzschaltabstandes bei Umgebungstemperaturen innerhalb des zulässigen Temperaturbereiches an. 

Die Nenntemperatur tn beträgt 293 K (+20°C).

 

Schutzart nach DIN 40 050

Näherungsschalter in Kompaktbauweise erfüllen die Schutzart IP 67. Näherungsschalter mit Steckanschluss oder Klemmraum erfüllen die Schutzart IP 65.

IP 67 bedeutet:

• Schutz gegen Berührung unter Spannung stehender Teile
• Schutz gegen Eindringen von Staub
• Schutz gegen Eindringen von Wasser beim Eintauchen

IP 65 bedeutet:

• Schutz gegen Berührung unter Spannung stehender Teile
• Schutz gegen Eindringen von Staub
• Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen