Erläuterungen von Fachausdrücken für den elektrischen Bereich

Betriebsspannung Ub

Die Betriebsspannung Ub gibt den Spannungsbereich an, in dem der Näherungsschalter seine garantierten Betriebsdaten einhält.

 

Nennspannung Un

Die Nennspannung Un ist die Spannungsangabe, auf die sich der Realschaltabstand Sr bei 293 K (20°C) bezieht. Sie beträgt bei Gleichspannungsschaltern 24 V DC, bei Wechselspannungsschaltern 220 V AC. 

 

Mindestlast

Die Mindestlast ist die kleinste Last, die bei Zweileiter-Wechselspannungsschaltern benötigt wird, um einen sicheren Betrieb des Näherungsschalters zu gewährleisten.

 

Maximaler Laststrom

Darunter ist der Strom zu verstehen, mit dem der Näherungsschalter im Dauerbetrieb belastet werden darf.

Einschaltstoßstrom
Der Einschaltstoßstrom beträgt 5 x max. Laststrom und darf längstens für eine Zeit von 10 ms fließen.

 

Leerlaufstromaufnahme (Reststrom)

Unter Leerlaufstromaufnahme versteht man bei Wechselspannungsschaltern den Strom, der über das nichtgeschaltete Gerät und über die Last fließt, um die Stromversorgung der Elektronik zu gewährleisten.

 

Eigenstromaufnahme

Die Eigenstromaufnahme ist bei Gleichspannungsschaltern die Stromaufnahme des Näherungsschalters ohne Belastung des Ausgangs.

 

Ausgangswiderstand

Der Ausgangswiderstand der Gleichspannungsschalter beträgt 3,3 k bis 10 kOhm.

 

Kurzschlussfest

Kurzschlussfest heißt, dass der Näherungsschalter weder bei Kurzschluss beliebiger Art, noch bei zeitlich unbegrenzter Überlastung zerstört wird. Nach Beseitigen des Kurzschlusses oder der Überlast ist der Näherungsschalter automatisch wieder betriebsbereit. Jede beliebige Vertauschungsmöglichkeit bis zur maximalen Funktionsspannung führt nicht zur Zerstörung des Näherungsschalters.

 

Spannungsabfall

Darunter versteht man die Spannung, die am durchgeschalteten Näherungsschalter abfällt.

 

Verpolungsschutz

Alle Näherungsschalter verfügen über einen eingebauten Verpolungsschutz. Dies bedeutet, dass der Näherungsschalter durch Falschpolung der Versorgungsspannung nicht zerstört wird.

 

Schutzerde ( nach DIN 40712)

Schalter mit dem Zeichen Schutzerde entsprechen der Schutzklasse I.

Hier wird der Schutz gegen gefährliche Berührungsspannungen bzw. Körperströme durch eine Basisisolierung der aktiven Teile und einer Umhüllung der Basisisolierung mit einem Körper, der mit in das Schutzleitungssystem einbezogen ist, erreicht. (Unsere AC-Näherungsschalter unterliegen einer Hochspannungsprüfung nach VDE).

 

Schutzisolierung ( nach DIN 40014)

Schalter mit dem Zeichen Schutzisolierung entsprechen der Schutzklasse II. Schutzisolierung bedeutet, eine schon vorhandene Isolierung (Basisisolierung) um eine zusätzliche Isolierung zu erweitern oder eine verstärkte Basisisolierung einzuführen, um einen Isolationsfehler und damit eine eventuelle Berührungsspannung auszuschließen.

Damit wird sowohl ein direktes als auch ein indirektes Berühren verhindert.

(Unsere AC-Näherungsschalter unterliegen einer Hochspannungsprüfung nach VDE).

 

Störsicherheit

Alle Näherungsschalter verfügen über eine integrierte Schutzbeschaltung. Diese sorgt dafür, dass Spannungsspitzen aus dem Netz oder Abschaltfunken von Relais den Näherungsschalter nicht zerstören. So können Gleichspannungsschalter mit 500 V über eine Zeit von 1 ms belastet werden, wenn der Innenwiderstand der Störquelle 1kOhm ist. Bei Wechselspannungsnäherungsschaltern darf bei einem Innenwiderstand von 100 Ohm der Störquelle die Spitzenspannung für die Zeit von 1 ms 6 kV nicht überschreiten.

 

 

Restwelligkeit (Brummspannung)

Die Restwelligkeit ist die maximal zulässige Wechselspannungsüberlagerung der Betriebsspannung. Sie wird in Prozent bezogen auf die Gleichspannung Ugl angegeben (Ugl = 0,8 Ueff). Die Spitzenwerte dürfen dabei den Minimal- bzw. Maximalwert des Betriebsspannungsbereiches weder unter- noch überschreiten. Der maximale Brummanteil darf bei Gleichspannungsnäherungsschaltern 20% nicht überschreiten

 

Flankensteilheit

Die Flankensteilheit sagt aus, wie schnell die Ausgangsspannung pro Mikrosekunde (V/μs) nach der Impulsauslösung ansteigt bzw. abfällt. Die Anstiegszeit bei Gleichspannungsnäherungsschaltern entspricht ungefähr der Abfallzeit und beträgt ca. 10 V/μs.

 

Verzögerungszeit

Alle Näherungsschalter haben eine Ein- und Ausschaltverzögerungszeit. Sie ist je nach Baugröße unterschiedlich. Gleichspannungs- und Gleichstromnäherungsschalter siehe Tabelle:

Wechselspannungsnäherungsschalter haben eine Zeitverzögerung von 11 ms bei 50 Hz bzw. 9,3 ms bei 60 Hz.

 

Spannungsabhängigkeit des Nutzschaltabstandes

Der Nutzschaltabstand S kann sich bei Versorgungsspannungsänderungen innerhalb des zulässigen Bereiches verändern.

 

Spannungsabhängigkeit von S

 

Spannungsversorgung für Gleichstromnäherungsschalter in Zweidrahtausführung (NAMUR)

Der Leerlaufspannungsbereich bei Gleichstromnäherungsschaltern beträgt 7,7 VDC ...9 VDC. Die Nennspannung ist 8,2 VDC. Die Spannungsquelle muss einen Innenwiderstand Ri von 1 kOhm haben.

Der Schaltabstand ist der Abstand, bei dem eine sich der aktiven Fläche des Näherungsschalters nähernde Messplatte einen Strom von 1,65 mA hervorruft.

Dem Schaltzustand „sperrend“ ist die Stromaufnahme von ≤ 0,80 mA, dem Schaltzustand „leitend“ die Stromaufnahme von ≥ 2,50 mA zugeordnet.

Als Ersatzwiderstand kann auch für „sperrend“ ≥ 12,5 kOhm und für „leitend“ ≤ 2,2 kOhm eingesetzt werden.

Die Steilheit (z.B. in mA/mm) ist die Neigung der Kennlinie eines stetig wirkenden Wegfühlers an einem Punkt innerhalb des durch die Schaltzustände „sperrend“ und „leitend“ begrenzten Bereiches.