Ausgangsfunktionen

Gleichstromnäherungsschalter in Zweidrahtausführung (NAMUR) haben keine eigene Ausgangsschaltung.

Bei Gleichspannungs- und Wechselspannungsnäherungsschaltern unterscheidet man vom Schaltzustand her zwischen Schließer und Öffner. Schließer bedeutet: Der Ausgang ist durchgesteuert, wenn sich ein Objekt im Ansprechbereich des Schalters befindet.

Öffner bedeutet: Der Ausgang ist gesperrt, wenn sich ein Objekt im Ansprechbereich des Schalters befindet.

Alle Gleichspannungs- und Wechselspannungsnäherungsschalter sind mit einem Schutz gegen Spannungsspitzen, wie beim Schalten von Induktivitäten auftreten, versehen.

Wechselspannungsnäherungsschalter sind durch einen spannungsabhängigen Widerstand (VDR = voltagedependent resistor) gegen Überspannungen geschützt.

Bei Gleichspannungsnäherungsschaltern wird die Höhe der Spannungen durch eine parallel zum Ausgangstransistor liegende Z-Diode D1 begrenzt.

Vorteil der Z-Diodenschaltung im Vergleich zur reinen Funkenlöschung (Freilaufdiode) ist die geringere Abfallverzögerung sowie der Schutz gegen positive und negative Überspannungen. Je nach Polarität der Spannungsspitzen arbeitet die Z-Diode einmal als Diode und einmal als Z-Diode.

Der in der Ausgangsstufe liegende Arbeitswiderstand (Pull-up-Widerstand) schließt die Leitung ab. Dadurch liegt der Ausgang immer auf einem eindeutig definierten Pegel. Eine Schutzdiode verhindert eine Versorung der Schaltung über die Last und den Arbeitswiderstand.

Arbeitswiderstand R1; R2 = 3,3 k bis 10 kOhm Schutzdiode D1

Bei der Auswahl von Gleichspannungsnäherungsschaltern ist auf die Schaltungsart zu achten. Man unterscheidet dabei

Gleichstromnäherungsschalter in Zweidrahtausführung (NAMUR) 

Da Gleichstromnäherungsschalter in Zweidrahtausführung (NAMUR) keine eigene Ausgangsschaltung besitzen, können sie nur zusammen mit einem Gerät betrieben werden in welchem die Stromversorgung und die Signalauswertung integriert ist.

Gleichstromnäherungsschalter in Dreidrahtausführung

Im Gegensatz zur NAMUR-Ausführung haben diese Gleichspannungsnäherungsschalter getrennte Anschlüsse für die Stromversorgung und den Ausgang.

Bei der Dreidrahtausführung dient ein Leiter zur Stromversorgung, an einem weiteren wird das Ausgangssignal abgenommen. Der verbleibende Anschluss wird als gemeinsame Rückleitung verwendet

Gleichspannungsnäherungsschalter in Vierdrahtausführung

Näherungsschalter in Vierleitertechnik haben zwei getrennte Ausgänge, einen Ruhestrom- und einen Arbeitsstromausgang (Antivalentausgang), wodurch der Näherungsschalter als Umschalter eingesetzt werden kann.

 

 

Positiv schaltende Technik PNP

Bei der positiv schaltenden Technik liegt der Schalttransistor zwischen Plus und Ausgang, die Last wird zwischen Minusleitung und den Ausgang angeschlossen

Negativ schaltende Technik NPN

Negativ schaltende Technik heißt, der Schalttransistor liegt zwischen Minus und Ausgang, die Last wird an die Plusleitung und den Ausgang angeschlossen.

Wechselspannungsnäherungsschalter in Zweidrahtausführung

Wechselspannungsnäherungsschalter nach dem Zweileiterprinzip aufgebaut, werden über die Last gespeist. Dadurch fließt im ausgeschalteten Zustand des Schalters ein geringer Ruhestrom durch den Verbraucher.

Wechselspannungsnäherungsschalter in Dreidrahtausführung

Bei diesen Wechselspannungsnäherungsschaltern dient ein Leiter als gemeinsamer Anschluss für Stromversorgung und Last. Am 2. Anschluss wird das Ausgangssignal abgenommen und der 3. Anschluss ergänzt die Stromversorgung.